Das US-Innenministerium (DOI) hat den Vorschlag der Scotts Valley Band of Pomo Indians abgelehnt, eine Spielbank in Vallejo, Kalifornien, zu errichten. Der stellvertretende Innenminister für Indianerangelegenheiten, William Kirkland III, kam zu dem Schluss, dass die Indianergemeinschaft die für die Anerkennung des Standorts als wiederhergestelltes Land nach dem Indian Gaming Regulatory Act erforderliche historische Verbindung nicht nachweist.
Projektdetails und rechtliche Reaktion
Die geplante Entwicklung umfasste 160 Hektar und sah eine 24-Stunden-Casinoanlage, ein Verwaltungsgebäude der Indianergemeinschaft, 24 Einfamilienhäuser, eine Tiefgarage sowie ein 45 Hektar großes Naturschutzgebiet vor. Die Entscheidung des Innenministeriums besagt, dass das Land nicht als wiederhergestelltes Territorium gilt, wodurch die Indianergemeinschaft nicht berechtigt ist, an diesem spezifischen Standort Glücksspielaktivitäten durchzuführen.
Gegner des Projekts hatten zuvor argumentiert, dass die Entwicklung den lokalen Patwin-Indianergemeinschaften ihr angestammtes Land entziehen würde.
Der Vorsitzende der Indianergemeinschaft, Shawn Davis, äußerte seine Enttäuschung über die Entscheidung und führte aus, dass die Verwaltungsunterlagen die Berechtigung der Indianergemeinschaft stützen. Die Scotts Valley Band beabsichtigt, eine gerichtliche Überprüfung der Angelegenheit zu beantragen. „Die Verwaltungsunterlagen unterstützen die Spielberechtigung der Indianergemeinschaft überwältigend.
Wir werden schnell handeln, um die Entscheidung vor dem Bundesgericht anzufechten“, sagte Davis. Die Lytton Rancheria of California begrüßte die Entscheidung des Innenministeriums, räumte jedoch ein, dass der Streit wahrscheinlich noch nicht beigelegt ist.