Die brasilianische Regierung hat neue Regulierungsmaßnahmen eingeführt, um nicht autorisierte Glücksspielaktivitäten einzuschränken. Finanzminister Dario Durigan gab die Verordnung am Freitag nach der Unterzeichnung durch Präsident Lula bekannt.
Die Regelung verpflichtet Banken, Fintech-Unternehmen und Zahlungsinstitutionen, Konten, die mit lizenzlosen Wettanbietern verknüpft sind, innerhalb von 48 Stunden zu sperren. Finanzinstitute haften zudem gemeinsam für Transaktionen, die von diesen Anbietern abgewickelt werden. Das Sekretariat für Preise und Wetten (SPA) beaufsichtigt den lizenzierten Sektor und hat Anatel bereits angewiesen, identifizierte nicht autorisierte Websites zu blockieren.
Die Behörden untersuchen derzeit Anbieter, die 37 Fintech-Unternehmen für Geldüberweisungen genutzt haben.
Durchsetzung und Vermögensrückgewinnung
Die Bundespolizei, die Staatsanwaltschaften, COAF und der Bundesfiskus werden die Ermittlungen koordinieren. „Diese Maßnahme stärkt die Kapazität des brasilianischen Staates, sich illegalen Anbietern zu widersetzen, entscheidend“, erklärte Durigan. Die Regierung plant, Fintech-Operationen, die mit nicht autorisiertem Glücksspiel verbunden sind, auszusetzen und die Enteignung von Vermögenswerten zu verfolgen.
Die zurückgewonnenen Mittel werden dem Nationalen Fonds für öffentliche Sicherheit zugewiesen. Justizminister Wellington César Lima e Silva wies darauf hin, dass organisierte Verbrechergruppen sich dem unregulierten Glücksspielsektor zuwenden. Das SPA wird die Verfahren einleiten, während das Justizministerium die nachfolgenden rechtlichen Schritte übernimmt.
Die Einzelheiten wurden während einer Regierungspressekonferenz bekannt gegeben.